{"id":12061,"date":"2022-04-11T17:17:16","date_gmt":"2022-04-11T15:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/ea-rlp.de\/?p=12061"},"modified":"2022-04-11T17:17:16","modified_gmt":"2022-04-11T15:17:16","slug":"digitale-projekte-fuer-kommunen-in-rheinland-pfalz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.ea-rlp.de\/index.php\/2022\/04\/11\/digitale-projekte-fuer-kommunen-in-rheinland-pfalz\/","title":{"rendered":"Digitale Projekte f\u00fcr Kommunen in Rheinland-Pfalz"},"content":{"rendered":"\n<p>In einem Land mit mehr als 2.000 ehrenamtlich gef\u00fchrten Kommunen steht die Landesregierung in einer dauerhaften Verantwortung, gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen auch f\u00fcr ehrenamtliche Akteure nutzbar zu machen. In Modellprojekten testen wir diese als neue Werkzeuge auf kommunaler oder regionaler Ebene. Die Erfahrungen und das Wissen, das wir dabei sammeln, geben wir auch weiter.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Digitalisierung-EA-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12064\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Transformation<\/h2>\n\n\n\n<p>Die digitale Transformation als Megatrend ist ein ma\u00dfgeblicher Faktor f\u00fcr gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen. Wenn man sich anschaut, was unter digitaler Transformation im Allgemeinen verstanden wird, dann geht es um Vernetzung. Vernetzung von Daten, Menschen, Ger\u00e4ten, jeweils untereinander, aber auch miteinander. Die Vernetzung bringt neue Werkzeuge mit sich, die von Kommunen genutzt werden k\u00f6nnen, um das Leben vor Ort einfacher zu machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Info, dass der M\u00fcll diese Woche am Dienstag und nicht am Mittwoch abgeholt wird, muss nicht mehr dem Amtsblatt entnommen werden, sondern kann per Push-Nachricht direkt auf dem Smartphone der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger landen. Der Plan der neuen Sporthalle liegt nicht mehr nur zweidimensional auf Papier in der Verwaltung zur Einsicht aus, sondern die Halle kann online als dreidimensionales Modell von allen Seiten betrachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wirkt sich die digitale Transformation auch erheblich auf das kommunale Leben aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn noch ein Hinweis: In unseren Projekten geht es nicht um die digitale Verwaltung einer Kommune. OZG und andere Ans\u00e4tze sind da sehr klar und verbindlich. Unsere Projekte verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Ans\u00e4tzen und modellieren dazu Alltagsangebote.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/mobile-shopping.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12083\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Schnell, unmittelbar, direkt und umtauschbar<\/h2>\n\n\n\n<p>Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind von Amazon, Google, Netflix, Tripadvisor und Co. gewohnt, Dinge schnell zu erledigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich zum Beispiel ein Hotel buche, sehe ich online, welche Ausstattung das Zimmer hat und ob es in meinem Wunschzeitraum noch verf\u00fcgbar ist. Ich kann es direkt buchen und bezahle dann gleich per Kreditkarte oder Bankeinzug. Versuche ich, das Dorfgemeinschaftshaus f\u00fcr eine Familienfeier zu buchen, sieht das komplizierter aus: Wieso muss ich erst einmal beim Ortsb\u00fcrgermeister oder der Verwaltung anrufen und fragen, ob es an dem Tag frei ist und wie es ausgestattet ist? Anschlie\u00dfend bekomme ich einen Mietvertrag per Post zugeschickt, den ich unterschreiben und per Post zur\u00fccksenden muss. Nach dem Fest bekomme ich von der kommunalen Kasse per Post noch eine Rechnung \u00fcber die Mietkosten, die ich dann \u00fcberweisen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den Online-Plattformen sind wir einfache, vernetzte und schnelle L\u00f6sungen gewohnt. Und entsprechend erwarten wir das auch von unserer Gemeinde oder Stadt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/transparenz.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12082\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Transparenz<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir erwarten auch mehr Transparenz. Wenn ich online eine Ware bestelle, kann ich sie auf dem Smartphone in Echtzeit verfolgen, wann sie verpackt wurde, wann sie bei der Post war, wo der Paketlieferant gerade ist und wann er das Paket voraussichtlich bei mir abliefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei vielen kommunalen Digitalangeboten ist da noch viel Luft nach oben. Was das F\u00fcr und Wider im Rat zum neuen Baugebiet war, wann die Schaukel auf dem Spielplatz das letzte Mal gewartet wurde oder wie der Bearbeitungsstand meiner Gewerbeanmeldung ist \u2026 all diese Punkte sind schwerer herauszufinden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/bicycle.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12081\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Medien und Digitalangebote ver\u00e4ndern das Verhalten<\/h2>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig ver\u00e4ndert sich unser Verhalten. Fu\u00dfballverein und Freiwillige Feuerwehr sind nicht mehr die einzigen Freizeitm\u00f6glichkeiten im Dorf. Netflix oder auch die Mountainbike-Tour mit Action-Cam auf dem Helm konkurrieren als Freizeit-Angebote mit den althergebrachten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/engagement.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12080\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Kommunales und ehrenamtliches Engagement erweitert sich<\/h2>\n\n\n\n<p>Wenn ich ein bestimmtes Projekt in meiner Kommune umsetzen will, trete ich auch nicht mehr unbedingt einer der Parteien im Rat bei, bei der meine Idee eine von vielen ist. Ich suche mir stattdessen online Gleichgesinnte f\u00fcr genau dieses eine Projekt. Und wenn es umgesetzt ist, beende ich mein Engagement oder suche mir ein neues Projekt. Ich bleibe aber nicht in einem Verein oder einer Partei, in der ich mich mit anderen Themen besch\u00e4ftigen muss oder in denen ich regelm\u00e4\u00dfig in die Organisation eingebunden bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir agieren also individueller und volatiler.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das sind jetzt nur die Herausforderungen f\u00fcr Kommunen durch die digitale Transformation. Dazu kommen nat\u00fcrlich noch die bekannten Herausforderungen wie demografischer Wandel oder Klimawandel.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig er\u00f6ffnet die digitale Transformation aber auch Chancen, diese Herausforderungen zumindest zum Teil zu l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/map.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12079\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Kommunales Leben braucht Kommunikation und digitale Infrastruktur<\/h2>\n\n\n\n<p>T\u00e4glich sind wir fast 4 Stunden online. In dieser Zeit sind wir erreichbar, k\u00f6nnen miteinander kommunizieren und interagieren. Wir sind also miteinander vernetzt \u2013 und das auch \u00fcber Entfernungen hinweg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Damit wird eine der wichtigsten Aufgaben der Kommune, die Kommunikation und Information der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, einfacher, schneller und direkter erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere wichtige Aufgabe ist der Unterhalt der kommunalen Einrichtungen. Durch Sensoren lassen sich diese T\u00e4tigkeiten zielgenauer und damit effizienter erledigen und die zumeist teure Infrastruktur \u2013 das Anlageverm\u00f6gen der Kommunen \u2013 besser \u00fcberwachen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/kindergarten.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12078\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Strategische Planung der kommunalen Zukunft und Szenarien<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine dritte Aufgabe, die strategische und konzeptionelle Planung, also die Gestaltung der Zukunft der Kommune, wird ebenfalls einfacher. Daten, Sensoren und auch k\u00fcnstliche Intelligenz erlauben genauere Voraussagen, k\u00f6nnen miteinander verbunden werden und erm\u00f6glichen fundiertere Pl\u00e4ne, wie es in der Kommune weitergehen kann: M\u00fcssen wir die Kita vielleicht so planen, dass sie in 15 Jahren auch als Tagesbetreuung f\u00fcr Pflegebed\u00fcrftige genutzt werden kann? Wie gro\u00df sollte die Kl\u00e4ranlage dimensioniert sein und wo sollte sie liegen, um mit Starkregen umgehen zu k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitale Transformation bietet also Chancen f\u00fcr die Erledigung der bisherigen kommunalen Aufgaben. Aber sie bietet auch Chancen dar\u00fcber hinaus:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/team-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12077\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Beteiligung von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern \u00fcber das gesetzliche Ma\u00df hinaus<\/h2>\n\n\n\n<p>Online-Beteiligung und technisch interessante Projekte k\u00f6nnen neue Gruppen f\u00fcr das kommunale Leben aktivieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Fernarbeit, Home-Office und Coworking Space k\u00f6nnen daf\u00fcr sorgen, dass in unseren Gemeinden auch w\u00e4hrend der Arbeitszeit Leben herrscht und nicht nur nach Feierabend. D\u00f6rfer erhalten so ein St\u00fcck weit die Funktion als Arbeitsort zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig erm\u00f6glicht die digitale Transformation den Kommunen, neue Dienste anzubieten, um ihre Attraktivit\u00e4t zu erhalten oder auch zu steigern: Von Carsharing-Angeboten \u00fcber WLAN-Hotspots und smarte Parkplatz-Reservierungen bis zu Makerspaces und Apps zur datensicheren Kommunikation wie dem DorfFunk.<\/p>\n\n\n\n<p>Die digitale Transformation macht Technik auch f\u00fcr kleine Kommunen einfacher verf\u00fcgbar und erm\u00f6glicht so neue Wege, die Attraktivit\u00e4t der Kommune zu steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklungsagentur f\u00fchrt dazu mehrere Projekte durch, um die rheinland-pf\u00e4lzischen Kommunen bei der Bew\u00e4ltigung der Herausforderungen und der Nutzung der Chancen der digitalen Transformation zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie angesprochen besch\u00e4ftigt sich die Entwicklungsagentur mit der Analyse von Trends, neuen Technologien und Erkenntnissen der Wissenschaft sowie ihren Auswirkungen auf Kommunen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/innovation.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12076\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">KI-Studien<\/h2>\n\n\n\n<p>Als eine der zukunftstr\u00e4chtigsten Technologien gilt die K\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Auswirkungen von Systemen k\u00fcnstlicher Intelligenz auf das kommunale Leben zu betrachten, hat die Entwicklungsagentur 2019 bei der Technischen Universit\u00e4t Kaiserslautern, dem Fraunhofer Institut f\u00fcr Experimentelles Software Engineering, also dem Fraunhofer IESE, und dem Deutschen Forschungszentrum f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz in Kaiserslautern zwei Studien in Auftrag gegeben. Ergebnis der <a href=\"https:\/\/ea-rlp.de\/earlpdigital2019\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>ersten Studie<\/strong><\/a> war dabei einerseits eine Potenzial-Analyse der Bereiche Landwirtschaft, Gesundheit, Ehrenamt, Tourismus und Mobilit\u00e4t: Also welche Potenziale zur Ver\u00e4nderung entstehen in diesen Bereichen durch K\u00fcnstliche Intelligenz? Andererseits wurden ein utopisches und ein dystopisches Szenario f\u00fcr das Jahr 2050 entwickelt, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>2020 haben wir darauf aufbauend eine <a href=\"https:\/\/ea-rlp.de\/kuenstliche-intelligenz-in-mittelstaedten-mittendrin-oder-aussen-vor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>weitere Studie<\/strong><\/a> in Auftrag gegeben. Daf\u00fcr wurde die kommunale Praxis in Mittelst\u00e4dten, also St\u00e4dten zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern, vor dem Hintergrund K\u00fcnstlicher Intelligenz betrachtet. Zentrale Fragen waren dabei, wie K\u00fcnstliche Intelligenz konkret genutzt werden kann und welche Ressourcen und Kompetenzen daf\u00fcr ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Studien wird das gro\u00dfe Potenzial von K\u00fcnstlicher Intelligenz auch in kleineren kommunalen Einheiten aufgezeigt. Derzeit beschr\u00e4nken sich die Angebote auf dem Markt aber weitgehend auf den Anwendungsbereich der Gro\u00dfst\u00e4dte. Gerade in den Bereichen B\u00fcrgerdienste und Kommunikation, verwaltungsinterne Prozessoptimierung oder der Unterhaltung von Infrastruktur gibt es entsprechende Angebote. Man kann heute davon ausgehen, dass diese KI-Systeme nach und nach auch auf die Bed\u00fcrfnisse kleinerer Kommunen angepasst werden. Hier steht den l\u00e4ndlichen Kommunen also in einigen Jahren ein neuer Werkzeugkasten zur Verf\u00fcgung, der dann genutzt werden will.<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Studien stehen auf der Webseite der Entwicklungsagentur kostenlos zum Download zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche perspektivischen Entwicklungen brauchen eine strategische Herangehensweise und das passende Personal. Das ist gerade in kleinen Kommunen eine gro\u00dfe Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/prasentation.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12075\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Digital-Werkst\u00e4tten<\/h2>\n\n\n\n<p>Unser Projekt \u201eDigital-Werkstatt \u2013 Kommunale Digitalstrategie\u201c setzt hier an. Die Digital-Werkst\u00e4tten sind Workshops f\u00fcr die rheinland-pf\u00e4lzischen Verbandsgemeinden und verbandsfreien St\u00e4dte und Gemeinden. Innerhalb der eint\u00e4gigen Digital-Werkst\u00e4tten geht es um die Entwicklung einer ersten Skizze einer kommunalen Digitalstrategie. Um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei dieser Arbeit Anregungen zu geben und f\u00fcr ein gemeinsames Basiswissen \u00fcber die digitale Transformation zu sorgen, haben wir \u00fcber 40 Beispiele f\u00fcr digitale Projekte zusammengestellt. Die Beispiele reichen von bekannteren Ans\u00e4tzen wie WLAN-Hotspots \u00fcber die oben erw\u00e4hnte Verwendung von 3D-Modellen bei der Dorfentwicklung bis zu chipgesteuerten Fitnessstudios, um auch die \u00e4lteren Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner fit zu halten. Beispiele daf\u00fcr finden sich in Sarmersbach in der Eifel oder in Mannebach im Kreis Trier-Saarburg.<\/p>\n\n\n\n<p>2018 haben wir das Projekt gemeinsam mit der Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz, der Hochschule f\u00fcr \u00f6ffentliche Verwaltung in Mayen, dem Fraunhofer IESE und der Hochschule Kaiserslautern gestartet. Seitdem fanden Digital-Werkst\u00e4tten mit rund einem Drittel unserer Verbandsgemeinden statt. Das Projekt wird noch einige Zeit weitergehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/team.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12074\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Kommunale Digitalbeauftragte<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Erkenntnis aus den Digital-Werkst\u00e4tten war, dass es in den Kommunen Verantwortliche braucht, die diese Digitalstrategie weiter ausarbeiten und umsetzen. In einigen gro\u00dfen St\u00e4dten hat man daf\u00fcr schon vor einigen Jahren die Position des sogenannten CDOs geschaffen, des Chief Digital Officers. Aber auch in einigen Verbandsgemeinden und Mittelst\u00e4dten wurden hier entsprechende Digitalbeauftragte ernannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem dabei ist, dass es f\u00fcr diese Rolle keine feste Stellenbeschreibung oder gar Ausbildung gibt. Vielmehr wird eine Vielzahl von Kompetenzen ben\u00f6tigt, um diese Rolle zu f\u00fcllen. Das geht von allgemeinem Wissen \u00fcber Megatrends, technische Entwicklungen und E-Government \u00fcber Kenntnisse in den Bereichen Change-Management und Prozessmanagement bis zu Erfahrungen im Organisationsmanagement und Projektmanagement. Zusammen mit der Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz, den kommunalen Spitzenverb\u00e4nden und der Hochschule f\u00fcr \u00f6ffentliche Verwaltung in Mayen haben wir daher 2020 die Qualifizierung \u201eKommunale Digitalbeauftragte\u201c auf den Weg gebracht. Diese vermittelt in 11 Tagen genau dieses Wissen. Mittlerweile fanden 5 Durchl\u00e4ufe dieser Fortbildung statt. \u00dcber 50 Kommunale Digitalbeauftragte sind so bereits fortgebildet worden. In diesem Jahr werden wahrscheinlich 20 weitere Damen und Herren ausgebildet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/presentation.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12073\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Seminare Digitale Kommune<\/h2>\n\n\n\n<p>Erg\u00e4nzend dazu bietet die Entwicklungsagentur im Rahmen der Fortbildungen der Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz Seminare zum digitalen Wandel in den kleinen Ortsgemeinden an.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Kommunen stehen im Gegensatz zu den Kreisen und Verbandsgemeinden vor der weiteren Herausforderung, dass hier alles ehrenamtlich erfolgt. Die einzigen hauptamtlichen Kr\u00e4fte in diesen Kommunen sind die Gemeindearbeiter, die das Dorfgemeinschaftshaus betreuen und sich um die Gr\u00fcnanlagen k\u00fcmmern.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem lassen sich auch hier digitale Projekte umsetzen, um die Lebensqualit\u00e4t in der Gemeinde zu steigern. In den Seminaren in der Kommunal-Akademie werden Beispiele f\u00fcr solche Projekte vorgestellt, wie diese angegangen werden k\u00f6nnen und worauf man dabei achten muss. Wir bieten diese Seminare in der Regel zweimal im Jahr an.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier geht es besonders um die ehrenamtliche kommunale politische Leitungsebene.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weitergabe von wissenschaftlichen Erkenntnissen und von kuratierten Ma\u00dfnahmen zur Gestaltung der digitalen Transformation ist wie gesagt die eine H\u00e4lfte unseres Aufgabenspektrums.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die andere ist die Durchf\u00fchrung von Modellprojekten, um hier innovative Ideen zu testen und eigene Erkenntnisse zu gewinnen, um sie den Kommunen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Modellprojekte besch\u00e4ftigen sich dabei im Schwerpunkt mit dem Zusammenleben in den Kommunen. Vielleicht am deutlichsten wird dies im Projekt \u201eDigitale Nachbarn\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/voice-message.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12072\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Digitale Nachbarn<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Anlass f\u00fcr unsere Digitalen Nachbarn sind die gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen, die sich durch den demografischen Wandel ergeben: Ein Problem dabei ist die Vereinsamung \u00e4lterer Menschen, wenn die Kinder zum Beispiel aus dem l\u00e4ndlichen Bereich in die Ballungsr\u00e4ume ziehen. Die Digitalisierung bietet Chancen f\u00fcr zumeist hochbetagte&nbsp;Menschen, die keinen oder kaum Zugang zu digitalen Angeboten hatten oder haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Seit vier Jahren (2018) testen wir zusammen mit dem Fraunhofer IESE, dem Landesverband des Roten Kreuzes und dem Kreisverband des Roten Kreuzes S\u00fcdwestpfalz kommerzielle, markt\u00fcbliche, digitale Sprachassistenten als Mittel gegen Einsamkeit im Alter.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr haben wir einer Gruppe von 15 Seniorinnen und Senioren im Stadtteil Zweibr\u00fccken-Ixheim\/Breitwiesen solche Sprachassistenten \u2013 in unserem Fall Alexa von Amazon \u2013 zur Verf\u00fcgung gestellt und den Umgang damit vermittelt. Daneben wurden auch eigene \u201eProgrammangebote\u201c getestet. Das \u00f6rtliche Rote Kreuz hat dabei die Vor-Ort-Betreuung \u00fcbernommen und das virtuelle Angebot um \u201eanaloge\u201c Treffen erweitert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben das Projekt aufgrund der Pandemie bis Ende 2022 verl\u00e4ngert, einige Ergebnisse liegen aber bereits vor: Alexa &amp; Co. k\u00f6nnen \u00e4lteren Menschen dabei helfen, sich weniger einsam zu f\u00fchlen. Das liegt einerseits an der M\u00f6glichkeit von Videotelefonie und andererseits an dieser virtuellen Gespr\u00e4chspartnerin. Das Feedback der Seniorinnen und Senioren ist sehr positiv.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklungsagentur hat das Modellprojekt ausgewertet: Auf der Internetseite <a href=\"https:\/\/ixem-deheem.de\/digitale-nachbarn\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>www.digitale-nachbarn.de<\/strong><\/a> steht allen Interessierten ein kostenloser digitaler Werkzeugkasten zur Verf\u00fcgung. Darin ist alles enthalten, was man bei der Umsetzung eines eigenen Projektes mit preiswertem Videotelefon und App-Angeboten braucht \u2013 vom interaktiven Kostenrechner \u00fcber ein Technikhandbuch bis hin zu Musterflyern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/coworking.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12071\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Dorf-B\u00fcros\/Coworking-Spaces im l\u00e4ndlichen Raum<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Projekt Dorf-B\u00fcros legt dagegen den Fokus auf den Teil der Bev\u00f6lkerung, der noch im Berufsleben steht. Bereits seit f\u00fcnf Jahren (2017) testen wir Coworking-Spaces im l\u00e4ndlichen Raum. Der erste Coworking-Space seiner Art war dabei der \u201eSchreibtisch in Pr\u00fcm\u201c in der Eifel. Zusammen mit der dortigen Verbandsgemeinde und dem Eifelkreis Bitburg-Pr\u00fcm haben wir in einem Leerstand einen Coworking-Space er\u00f6ffnet, also R\u00e4umlichkeiten mit mehreren B\u00fcros, in denen man dann einzelne Schreibtische als Arbeitsplatz buchen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 4 Doppelb\u00fcros mit Internetanschluss und Drucker sind mittlerweile \u00fcberwiegend ausgebucht. Daneben gibt es dort einen Besprechungsraum mit 8 Pl\u00e4tzen und eine Teek\u00fcche mit kleinem Aufenthaltsbereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Es zeigte sich, dass der Bedarf an flexiblen Arbeitspl\u00e4tzen im l\u00e4ndlichen Raum vorhanden ist und w\u00e4chst. Daraufhin haben wir gemeinsam mit dem MdI das erweiterte Modellprojekt Dorf-B\u00fcros RLP ins Leben gerufen. In drei Wettbewerbsrunden (2019, 2020, 2021) konnten Kommunen ihr Konzept f\u00fcr einen Coworking-Space einreichen. Die Konzepte wurden bewertet und dann die drei erfolgversprechendsten Konzepte von einer Fachjury ausgew\u00e4hlt. Die Kommunen werden die ersten drei Jahre finanziell unterst\u00fctzt und verpflichten sich, das Dorf-B\u00fcro mindestens f\u00fcnf Jahre zu betreiben \u2013 also drei finanziell unterst\u00fctzte Jahre und zwei weitere Jahre im Eigenbetrieb. Neben der finanziellen Unterst\u00fctzung erhalten die Kommunen eine umfassende fachliche Beratung, vergleichbar mit kommerziellen Start-ups.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzept der Coworking-Spaces ist f\u00fcr Kommunen in vielerlei Hinsicht interessant:<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem Dorf-B\u00fcro bieten sie ihren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern eine professionelle Alternative zum Homeoffice. Gerade w\u00e4hrend der Coronapandemie hat sich ja gezeigt, dass Arbeiten am K\u00fcchentisch nicht immer optimal ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig werden Arbeitspl\u00e4tze zur\u00fcck in den l\u00e4ndlichen Raum gebracht. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind im Ort, kaufen vor Ort ein und nicht mehr auf dem Heimweg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Menschen sparen sich die Zeit f\u00fcr das Pendeln. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und auch Ehrenamt wird verbessert. Gleichzeitig sinkt der CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Dorf-B\u00fcro kann auf lange Sicht zu einer Anlaufstelle f\u00fcr weitere Aktivit\u00e4ten im Ort werden, zum Beispiel durch die Verbindung mit einem Caf\u00e9, einer Packstation oder dem Dorfgemeinschaftshaus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wie in jedem Projekt funktionieren die Dorf-B\u00fcros auch dann am besten, wenn es im Ort eine aktive Dorfgemeinschaft gibt. Gemeinsam mit dem Innenministerium waren wir also 2017 quasi \u201evor der Zeit\u201c. Heute begleiten wir insgesamt acht Dorf-B\u00fcros und ihre Kommunen und gewinnen so Einblicke in die Faktoren, mit denen ein Dorf-B\u00fcro in einer Kommune funktionieren kann oder eben auch nicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/crowdfunding-euro.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12070\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Crowdfunding<\/h2>\n\n\n\n<p>Hinter unserem Projekt \u201eKommunales Crowdfunding\u201c stecken ebenfalls Fragen der Dorfgemeinschaft und des Zusammenlebens in der Kommune. Wenn der kommunale Haushalt angespannt ist, werden zun\u00e4chst die freiwilligen Aufgaben oder kleinere Projekte gestrichen. Als Steuerzahler erwarten die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, dass die \u00f6ffentliche Hand ihren Aufgaben nachkommt \u2013 egal, ob freiwillige oder Pflichtaufgaben. Ist das auf Dauer nicht der Fall, k\u00f6nnen die Zufriedenheit mit der Verwaltung und die politische Unterst\u00fctzung sinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Crowdfunding k\u00f6nnte eine M\u00f6glichkeit zur Finanzierung von Projekten in Kommunen sein. Dabei werden Projektideen oder andere Vorhaben durch viele verschiedene Menschen, Unternehmen oder auch Institutionen mit vergleichsweise eher kleinen finanziellen Einzelbeitr\u00e4gen unterst\u00fctzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entwicklungsagentur testet Crowdfunding deshalb im kommunalen Bereich. Daf\u00fcr arbeiten wir zusammen mit dem Gr\u00fcndungsb\u00fcro der Technischen Universit\u00e4t Kaiserslautern und der Hochschule Kaiserslautern, der Deutschen Universit\u00e4t f\u00fcr Verwaltungswissenschaf\u00adten in Speyer sowie den Verbandsgemeinden Lauterecken-Wolfstein und Otterbach-Otterberg. Bei den Crowdfunding-Kampagnen ging es in Otterbach-Otterberg um die Aufstellung von zwei Solark\u00fchlschr\u00e4nken entlang von Wanderwegen. In Lauterecken-Wolfstein wurde Geld gesammelt f\u00fcr einen K\u00f6nigsthron zusammen mit einer k\u00f6niglichen Tafel und f\u00fcr eine Murmelbahn an einem Ausflugspunkt. Beide Crowdfunding-Kampagnen waren erfolgreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Frage, was die Erfolgsfaktoren sind und was man bei solchen Crowdfunding-Kampagnen beachten muss, gibt es auch viele soziale und rechtliche Fragen. Zum Beispiel, ob diese niedrigschwellige M\u00f6glichkeit des Engagements Menschen motiviert, sich auch l\u00e4ngerfristig zu engagieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Um auf diese Fragen m\u00f6glichst konkrete Antworten zu finden, haben wir im Anschluss an die Kampagnen in den beiden Kommunen eine Onlinebefragung durchgef\u00fchrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss noch ein Blick auf zwei Projekte, die sich noch in fr\u00fchen Phasen befinden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DorfFunk-1014x1024.jpg\" alt=\"Illustration: Digitale D\u00f6rfer\" class=\"wp-image-8122\" width=\"254\" height=\"256\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Digitale D\u00f6rfer 3.0<\/h2>\n\n\n\n<p>Kommunalpolitisches Engagement ist in vielen Orten das R\u00fcckgrat des kommunalen Lebens. Die Herausforderungen gerade f\u00fcr ehrenamtliche B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister oder auch Ratsmitglieder steigen jedoch. Auf sie wirkt ein hoher Erwartungsdruck. Ein solches Engagement verlangt viel Zeit und Wissen. Die Entscheidungssituation in den Kommunen ist komplexer geworden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum einen k\u00f6nnen Daten dabei helfen, mit diesen Herausforderungen umzugehen. Gerade f\u00fcr ehrenamtlich gef\u00fchrte Kommunen ist aber die Beschaffung und Zusammenstellung der Daten ein zus\u00e4tzlicher Aufwand. Aufbereitetes, datenbasiertes Wissen kann den Ehrenamt\u00adlichen in der Kommunalpolitik weiterhelfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen kann der Austausch und die Zusammenarbeit mit weiteren Kommunen wertvoll sein, die vor \u00e4hnlichen Fragestellungen stehen. Aber wie findet man diese Gemeinden, wenn diese nicht gerade in der Nachbarschaft liegen?<\/p>\n\n\n\n<p>Beides verkn\u00fcpft das Projekt Digitale D\u00f6rfer 3.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen mit dem Statistischen Landesamt und dem Fraunhofer IESE entwickeln wir dazu eine digitale Datenplattform.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben Daten zu Kommunen im digitalen Tool zusammengestellt und graphisch aufbereitet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Daten nutzen wir, um hinsichtlich verschiedener Themen wie Demographie, soziales Leben oder Finanzen, Gemeindezwillinge zu finden \u2013 also Gemeinden, die sich hinsichtlich der Daten \u00e4hneln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel ist es, dass gerade ehrenamtliche B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister einen \u00dcberblick \u00fcber alle relevanten Daten ihrer Kommune zu einem Thema finden und erfahren, mit welcher Kommune sich ein Austausch zu diesem Thema besonders anbietet. So k\u00f6nnen Erfahrungen zu relevanten L\u00f6sungen oder Projektideen interkommunal ausgetauscht werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/3d-printer.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12068\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Vorstudie Makerspaces<\/h2>\n\n\n\n<p>Daneben besch\u00e4ftigen wir uns aktuell mit dem Thema Makerspaces. Der Begriff Makerspace ist dabei in ganz unterschiedlichen Zusammenh\u00e4ngen im Gebrauch. Wir verstehen darunter Orte der digitalen Teilhabe und Ankerpunkte des digitalen Wandels. Interessierte treffen sich dort, um mithilfe von 3D-Druckern, leistungsf\u00e4higen Computern, Elektronik und \u00e4hnlicher Technik digitale Projekte umzusetzen und auch den Umgang mit digitaler Technik zu lernen und zu lehren. Sie verbinden also gerade den Gedanken der Volksbildung mit dem sozialen Miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Kommunalentwicklung gerade im l\u00e4ndlichen Raum stellen sich einige Fragen: K\u00f6nnen Makerspaces in der Kommune als dritter Ort dienen, also als Aufenthaltsort neben der eigenen Wohnung und dem Arbeitsplatz? Wie m\u00fcssen sie gestaltet sein, um als Ankerpunkt des digitalen Wandels zu fungieren? K\u00f6nnen Sie eine Art Allmende des digitalen Zeitalters sein? Und: Gelingt es mit ihnen, den 50-j\u00e4hrigen Elektromeister aus seiner Kellerwerkstatt herauszuholen und mit dem 20-j\u00e4hrigen Informatikstudenten zu vernetzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz gesagt: Welche Rolle k\u00f6nnen Makerspaces als Werkzeug f\u00fcr die digitale Transforma\u00adtion in Kommunen spielen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/good.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-12084\" width=\"128\" height=\"128\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Fazit und Ausblick&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die digitale Transformation stellt die Kommunen nicht nur in den Bereichen Arbeitswelt und E-Government vor gro\u00dfe Herausforderungen, sondern gerade auch beim Zusammenleben in der Gemeinde oder der Stadt. Gleichzeitig bietet sie einige Chancen, das Leben in der Kommune zu vereinfachen und die Attraktivit\u00e4t der Kommune zu steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr ist ein vernetzter Ansatz von Aktivit\u00e4ten zur Digitalisierung in der Verwaltung, von Bildungsangeboten zum Umgang mit digitaler Technik und digitalen Medien sowie von Smart-City- bzw. Smart-Region-Projekten notwendig. Die Entwicklungsagentur unterst\u00fctzt mit ihren breitgef\u00e4cherten Projekten Kommunen dabei, das n\u00f6tige Know-how f\u00fcr die Gestaltung des digitalen Wandels zu entwickeln. Die Entwicklungsagentur testet und verbindet mehrere Projektans\u00e4tze.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten den kleineren Gemeinden in Rheinland-Pfalz ein funktionsf\u00e4higes und robustes \u201edigitales Taschenmesser\u201c anbieten. Unser Taschenmesser sollte L\u00f6sungen bieten zu<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>guter Arbeit im Dorf,<\/li>\n\n\n\n<li>moderner Technologie,<\/li>\n\n\n\n<li>passgenauer Kommunikation und<\/li>\n\n\n\n<li>moderner Personalentwicklung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Austausch zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischem Einsatz ist dabei das Ger\u00fcst f\u00fcr diese L\u00f6sungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Land mit mehr als 2.000 ehrenamtlich gef\u00fchrten Kommunen steht die Landesregierung in einer dauerhaften Verantwortung, gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen auch f\u00fcr ehrenamtliche Akteure nutzbar zu machen. In Modellprojekten testen wir diese als neue Werkzeuge auf kommunaler oder regionaler Ebene. 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