{"id":6629,"date":"2020-09-01T11:21:32","date_gmt":"2020-09-01T09:21:32","guid":{"rendered":"https:\/\/ea-rlp.de\/?p=6629"},"modified":"2020-09-01T11:21:32","modified_gmt":"2020-09-01T09:21:32","slug":"nachgefragt-denkmalschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.ea-rlp.de\/index.php\/2020\/09\/01\/nachgefragt-denkmalschutz\/","title":{"rendered":"Baukultur: Wie man Denkm\u00e4ler modern saniert"},"content":{"rendered":"\n<p>Nicht selten sind es Baudenkm\u00e4ler, die einer Stadt, einer Gemeinde ihr ganz spezifisches Gesicht geben. Manche sind \u00f6ffentliches Eigentum, andere geh\u00f6ren Privatleuten \u2013 und die brauchen oft Beratung und Anregung. Denn gut gepflegt und klug integriert, schaffen Denkm\u00e4ler ein lebendiges Miteinander von Geschichte und Gegenwart.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Dr. Roswitha Kaiser von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz \u00fcber Denkmalschutz als Teil moderner St\u00e4dte und Gemeinden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Dr_Kaiser.jpg\" alt=\"Dr. Roswitha Kaiser ist Landeskonservatorin der Landesdenkmalpfege Rheinland-Pfalz. (Foto: Stiftung Baukultur)\" class=\"wp-image-6633\"\/><figcaption>Dr. Roswitha Kaiser ist Landeskonservatorin der Landesdenkmalpfege Rheinland-Pfalz. (Foto: Stiftung Baukultur)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Denkmalschutz und zeitgem\u00e4\u00dfe Nutzung \u2013 ist das ein Widerspruch?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Roswitha Kaiser:<\/strong> Nein, keineswegs. Denkm\u00e4ler machen einen Ort ja nicht zum Museum. Eigentlich ist sogar das genaue Gegenteil der Fall: Gelungene Verbindungen von Alt und Neu machen einen Ort oft besonders attraktiv. Gemeinden sollten die Eigent\u00fcmer von Denkm\u00e4lern zu Investitionen ermutigen. Denn Denkm\u00e4ler bieten den Menschen ein St\u00fcck Identit\u00e4t im gebauten Erbe ihres Umfeldes. Wenn eine Kommune es schafft, ihre Einwohner daran zu beteiligen, dann ist das ein echter Standortfaktor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was k\u00f6nnen Kommunen tun, um B\u00fcrgern bei der Sanierung zu helfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kaiser:<\/strong> Erst einmal muss eine Stadt, eine Gemeinde sich mit dem Bestand auseinandersetzen und fachm\u00e4nnisch beraten, ein Gesamtkonzept entwickeln. Dann muss sie die B\u00fcrger, besonders die Eigent\u00fcmer denkmalgesch\u00fctzter Objekte, informieren, etwa dar\u00fcber, dass Denkmalpflege energieeffizient und ressourcenschonend ist. Schlie\u00dflich ist es wichtig, gute Beispiele zu loben und Netzwerke anzuregen, so dass Nachbarn koordinierte Ma\u00dfnahmen gemeinsam angehen k\u00f6nnen. Wobei das nicht blo\u00df f\u00fcr denkmalgesch\u00fctzte Bauten gilt. Auch Geb\u00e4ude, die die regionale Bautradition pr\u00e4gen, sind erhaltenswert und haben identit\u00e4tsstiftende Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Acr7694441712064-195310.jpg\" alt=\"Das Alte Haus in Bacharach aus dem 16. Jahrhundert, von J\u00e4ckel Architekten denkmalgerecht saniert. (Foto: Stiftung Baukultur)\" class=\"wp-image-6631\"\/><figcaption>Das Alte Haus in Bacharach aus dem 16. Jahrhundert, von J\u00e4ckel Architekten denkmalgerecht saniert. (Foto: Stiftung Baukultur)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Wie unterst\u00fctzen GDKE und Landesdenkmalpflege Bauherren denkmalgesch\u00fctzter Objekte?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kaiser:<\/strong> Erstens beraten wir, was f\u00fcr den Erhalt eines Kulturdenkmals notwendig ist, welche Techniken, welche Materialien geeignet sind. Unsere Restauratoren, Architekten, St\u00e4dteplaner und Kunsthistoriker achten dabei auf die Einhaltung bestimmter Qualit\u00e4tsstandards. Zweitens f\u00f6rdern wir selbst finanziell, beraten, welche anderen F\u00f6rderungen in Frage kommen und inwiefern indirekte F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten wie steuerliche Abschreibungen m\u00f6glich sind.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Dieser Beitrag ist Teil der Publikationsreihe \u201eWir sind Heimat 2.0\u201c und erschien zuerst bei der <a href=\"https:\/\/www.zentrumbaukultur.de\/wir-sind-heimat\/wir-sind-heimat-20.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stiftung Baukultur Rheinland-Pfalz<\/a>.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.zentrumbaukultur.de\/wir-sind-heimat\/wir-sind-heimat-20.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ea-rlp.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/Logo-WsH-fuer-web-1024x267.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6509\" width=\"300\" height=\"79\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht selten sind es Baudenkm\u00e4ler, die einer Stadt, einer Gemeinde ihr ganz spezifisches Gesicht geben. 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